Die Geschichte der Chemie

Die Chemie war schon immer eng mit handwerklichen Tätigkeiten verbunden. Zu Beginn der Neuzeit entwickelte sie sich aus der Verbindung der antiken chemischen Praxis mit der, über arabische Gelehrte nach Europa vermittelten, mittelalterlichen Alchemie.

Die Chemie hat eine Schwesterwissenschaft, nähmlich die Physik. Gemeinsam mit dieser versucht die Chemie neben den praktischen Aspekten das Innenleben der Materie zu erforschen. Mit der Zeit begann sich die Chemie zur Naturwissenschaft zu entwickeln. Dies geschah ungefähr ab dem 18. Jahrhundert. Ab dem 19. Jahrhundert  lieferte die Chemie eine enorme Fülle von praktisch verwertbaren Ergebnissen, welche zur Errichtung einer gewaltigen chemischen Industrie führte. Leider Gottes kam es mit der Zeit durch die industrielle Anwendung der Chemie zu heranwachsenden Umweltproblemen. Im Jahre 1970 entstand eine Umweltbewegung, welche die chemische Industrie und allgemein die Gesellschaft insgesamt zu mehr Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt aufforderte. Mittlerweile hat die Chemie die unterschiedlichsten Forschungsziele übernommen, sowie eine Menge an Technologien mit deren Hilfe Stoffe umgewandelt werden.

Früher bekamen die Menschen durch einfaches Probieren viele Kenntnisse über die Eigenschaften, Eignungen und Wirkungsweisen der Naturstoffe ihrer Umgebung. Man eignete sich die Feuerbereitung an, stellte vielerlei Gebrauchsgegenstände aus Stein, Knochen, Horn und Fellen her und erwarb die ersten Kenntnisse über das Kochen, Färben, Gerben, die Töpferei usw… Alkoholische Getränke durch Vergärung zuckerhaltiger Flüssigkeiten fand schon in frühester Zeit statt.