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. Was sind Stoffe

WAS SIND Stoffe?

Was sind Stoffe?

Eigenschaften von Bindungen, das Zusammenspiel der Atome und Moleküle, Modelle von Bindungen

Stoffe: Eine Einführung
Bindungsarten
Ionenbindung, Kristallgitter
Kovalente oder polare Bindung
Intermolekulare Kräfte (van der Vaals, ...)
Molekülorbitale

Stoffe



Stoffe: Eine Einführung
 
Das Wassermolekül Die Welt der Stoffe

Die Grundlagen, was ein Stoff im chemischen Sinne ist, werden auf dem Chemieplaneten an folgender Stelle besprochen:

[Chemieplanet > Elemente > Was ist Chemie > Eigenschaften von Stoffen]
[Chemieplanet > Elemente > Was sind Atome]

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel der verschiedenen Atome. Sie gruppieren sich in chemischen Reaktionen immer wieder neu um und bilden dabei Moleküle, Kristalle bis zu den verschiedensten und komplexesten Verbindungen aus, wie sie insbesondere in der Biochemie vorkommen.

Weshalb gruppieren sich überhaupt Atome und schaffen damit unsere bunte, lebendige Welt, wie wir sie kennen?

Dazu gibt es die unterschiedlichsten Theorien.

  • Die einfachste Theorie ist dabei die Edelgastheorie: Atome schließen sich zu Molekülen zusammen, um dabei nach Abgabe oder Aufnahme von Elektronen eine (energetisch günstige) Edelgaskonfiguration zu erreichen:
In der Verbindung Kochsalz beispielsweise gibt Natrium (im Bild oben) ein Elektron an Chlor (im Bild unten) ab und erreicht damit eine Edelgaskonfiguration wie Neon. Und Chlor erreicht mit dem neu hinzugewonnenen Elektron eine Edelgaskonfiguration wie Argon.

Die Edelgastheorie erklärt beispielsweise die Ionenbindung sehr gut.

Was sind Stoffe



Bindungsarten

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie sich zwei, drei oder auch tausende von Atomen zusammenschließen können und dabei eine Bindung eingehen.

Der Chemiker kennt damit auch verschiedene Arten der Bindung, wobei die Bezeichnungen zunächst einmal etwas seltsam anmuten mögen:
 

Name der Bindung Erklärung dieser Bindung (nach der Edelgastheorie)
Unpolare Atombindung

Sauerstoff O=O

Zwei gleiche Elemente gruppieren sich und teilen die Elektronen miteinander, um eine Edelgaskonfiguration zu erreichen.
Kovalente Bindung,
Elektronenpaarbindung,
polare Bindung

Wasser H-O-H

mehr dazu:
Kovalente Bindung

Zwei oder mehr verschiedene Elemente gruppieren sich und teilen die Elektronen miteinander, um eine Edelgaskonfiguration zu erreichen. Dabei werden die Elektronen zwar etwas stärker an elektronegativere Elemente gezogen, jedoch nicht vollständig an diese gebunden.
Ionenbindung

Kochsalz Na+Cl-

mehr dazu:
Ionenbindung

Zwei oder mehr verschiedene Elemente tauschen die Elektronen miteinander aus, um eine Edelgaskonfiguration zu erreichen. Dabei werden die übergebenen Elektronen vollständig von den elektronegativeren Elementen aufgenommen.
Metallbindung

Metalle

In Metallen kann eine Edelgaskonfiguration nicht dadurch erreicht werden, dass sich zwei Elemente Elektronen teilen; schließlich weisen alle Metallatome zuviele Elektronen auf, die sie gerne loswerden möchten, um eine Edelgaskonfiguration zu erreichen. Dafür 'stoßen' die Metalle die Valenzelektronen ab. Diese abgestoßenen Elektronen verteilen sich gleichmäßig als Elektronengaswolke um die verbleibenden Metallrümpfe.
Komplexe Bindung

Hexacyanoferrat
[Fe(CN)6]4-

mehr dazu:
[... > Komplexe]

Die komplexe Bindung kann nicht mit der Edelgastheorie erklärt werden. Es ist hierbei die elektrostatische Anziehung verschiedener Moleküle zueinander verantwortlich. Um ein zentrales, positiv geladenes Kation (Zentralion) gruppieren sich verschiedene Moleküle (Liganden). Die Liganden müssen dafür nicht unbedingt geladen sein. Es ist nur wichtig, dass die Liganden freie Elektronenpaare aufweisen, die eine Art (komplexe) Wechselwirkung mit dem Zentralion eingehen können.
Intermolekulare Bindung,
Wasserstoffbrückenbindung,
van der Waals-Bindung

Wasser

mehr dazu:
Intermolekulare Kräfte

Auch zwischen verschiedenen Molekülen gibt es Wechselwirkungen, die jedoch nicht so stark wie die übrigen (chemischen) Bindungen sind. Diese Wechselwirkungen können, müssen aber nicht elektrostatischer Natur sein. Diese Wechselwirkungen besagen nur, dass verschiedene Moleküle sich anziehen können.
Flüssigkeiten beruhen auf intermolekularen Bindungen: Nur weil alle Moleküle untereinander diese Wechselwirkungen erfahren, gibt es überhaupt Flüssigkeiten. Ohne diese Wechselwirkungen würden sich die Moleküle wie Gasmoleküle ohne Bezug zueinander verhalten.

Mehr zu chemischen Bindungen:

Ionenbindung
Kovalente Bindung
Intermolekulare Kräfte
Molekülorbitale
[Chemieplanet > Stoffe > Anorganische Verbindungen > Komplexe]
Mehr Informationen über dieses Thema finden sich auf folgenden Internetseiten:
 
SchuleStudium.de Atombau und chemische Bindung


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