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Was
sind Stoffe
Die
Ionenbindung
Was
sind Stoffe
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Kationen und
Anionen |
Die einfachste Theorie
der chemischen Bindung ist die Edelgastheorie:
Atome schließen sich zu Molekülen zusammen, um dabei eine Edelgaskonfiguration
zu erreichen.
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In der Verbindung
Kochsalz beispielsweise gibt Natrium (im Bild oben) ein Elektron
an Chlor (im Bild unten) ab und erreicht damit eine Edelgaskonfiguration
wie Neon. Und Chlor erreicht mit dem neu hinzugewonnenen Elektron
eine Edelgaskonfiguration wie Argon. |
Das eine Elektron
wird dabei vollständig von Natrium an Chlor abgegeben.
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Das
liegt daran, weil die Differenz der Elektronegativität
(EN) zwischen Natrium (EN-Wert: 0,9) und Chlor (EN-Wert:
3,0) sehr hoch ist; sie ist auf jeden Fall größer als der Richtwert
von 1,8. Die Elektronegativität gibt an, wie stark ein Element
Elektronen in einem Molekül an sich ziehen kann. Chlor ist
dazu sehr gut in der Lage. Bei einer EN-Differenz höher als 1,8
werden Elektronen normalerweise vollständig an das elektronegativere
Atom abgegeben.
Man
spricht von einer Ionenbindung, wenn
Elektronen vollständig ausgetauscht werden.
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Natrium
wird zum Na+-Kation
(das heißt, das Atom ist mit weniger Elektronen als Protonen positiv
geladen)
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Chlor zum Cl--Anion
(das heißt, das Atom ist mit mehr Elektronen als Protonen negativ
geladen)
In
Flüssigkeiten
sind Ionen dafür verantwortlich, dass Ladungstransport stattfinden
kann. Es ist ja allgemein bekannt, dass Wasser besonders gut leitfähig
wird, wenn man Kochsalz (NaCl) hineingibt:
Die Na+Cl--Kristalle
werden im Wasser gelöst, indem eine Dissoziation
(Trennung der Bindung in verschiedene Kationen und Anionen) in Na+
und
Cl-
stattfindet.
Schickt man einen
Strom durch diese Lösung, wandern die Na+-Kationen
zum negativ geladenen elektronenreichen Pol und die Cl--Anionen
zum positiv geladenen elektronenarmen Pol. Diese Lösung wird damit
leitend.
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Ionenkristallgitter
in Feststoffen |
Wegen der elektrostatischen
Anziehung von positiv und negativ geladenen Teilchen ordnen sich Ionen
in Festkörpern in Kristallgittern
aus, so dass gleichgeladene Atome möglichst weit voneinander entfernt
sind, verschieden geladene Atome sich aber möglichst nahe kommen.
Wegen der starken
Anziehungskräfte haben Ionenkristalle hohe Schmelzpunkte. Ionenkristalle
sind keine guten elektrischen Leiter, weil positive und negative Ionen
fest auf ihren Plätzen verankert sind.
Bekannt sind für
Ionen mit gleich vielen Anionen und Kationen folgende Kristallstrukturen
(in Wirklichkeit berühren sich die Ionen natürlich weitgehend,
zur besseren Übersicht wurden die Gitterabstände hier erhöht):
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Die Elementarzelle
des NaCl-Gitters:
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Jedes Na+-Ion
ist von 6 Cl--Ionen umgeben.
Jedes Cl--Ion
von 6 Na+-Ionen umgeben.
Die Koordinationszahl
ist für Anionen und Kationen 6. |
Jeder Elementarzelle
gehören 4 (blaue) Anionen:
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Jedes Anion an den 8 Ecken der Elementarzelle gehört
der Elementarzelle nur zu 1/8 (weil nur 1/8 des Anionenvolumens in der
Elementarzelle liegt):
8 [Anionen an den Ecken] * (1/8) = 1 [Anion]
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Jedes Anion auf den 6 Flächen nur zu 1/2:
6 [Anionen auf den Flächen] * (1/2) = 3 [Anionen]
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1 [Anion] + 3 [Anionen] = 4 [Anionen]
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Jeder Elementarzelle
gehören 4 (grüne) Kationen:
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Jedes Kation an den 12 Kanten gehört der Elementarzelle
nur zu 1/4:
12 [Kationen an den Kanten] * (1/4) = 3 [Kationen]
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Das Kation in der Mitte gehört der Elementarzelle ganz:
1 [Kation in der Mitte] * (1/1) = 1 [Kation]
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1 [Kation] + 3 [Kationen] = 4 [Kationen]
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Dieser Typ Elementarzelle bildet sich aus, wenn das Verhältnis
zwischen Kationen- und Anionenradius zwischen 0,414 und 0,732 liegt. Sie
ist eine kubisch-dichteste Kugelpackung von Chlorid-Ionen; alle
Oktaederlücken
sind mit Natriumionen besetzt.
In dieser Form kristallisieren neben NaCl auch LiCl und
KCl, MgO und CaO. |
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Die Elementarzelle
des CsCl-Gitters:
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Jedes Cs+-Ion
ist von 8 Cl--Ionen umgeben.
Jedes Cl--Ion
von 8 Cs+-Ionen umgeben.
Die Koordinationszahl
ist für Anionen und Kationen 8. |
Jeder Elementarzelle
gehört 1 (blaues) Anion:
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Jedes Anion an den 8 Ecken der Elementarzelle gehört
der Elementarzelle nur zu 1/8 (weil nur 1/8 des Anionenvolumens in der
Elementarzelle liegt):
8 [Anionen an den Ecken] * (1/8) = 1 [Anion]
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Jeder Elementarzelle
gehört 1 (grünes) Kation:
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Das Kation in der Mitte gehört der Elementarzelle ganz:
1 [Kation in der Mitte] * (1/1) = 1 [Kation]
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| Dieser Typ Elementarzelle bildet sich aus, wenn das Verhältnis
zwischen Kationen- und Anionenradius größer als 0,732 ist. Beispiele
für diese Kristallform sind neben CsCl auch CsBr. |
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Die Elementarzelle
des ZnS-Gitters:
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Jedes Zn2+-Ion
ist von 4 S2--Ionen umgeben.
Jedes S2--Ion
ist von 4 Zn2+-Ionen umgeben.
Die Koordinationszahl
ist für Anionen und Kationen 4. |
Jeder Elementarzelle
gehören 4 (blaue) Anionen:
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Jedes Anion an den 8 Ecken der Elementarzelle gehört
der Elementarzelle nur zu 1/8 (weil nur 1/8 des Anionenvolumens in der
Elementarzelle liegt):
8 [Anionen an den Ecken] * (1/8) = 1 [Anion]
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Jedes Anion auf den 6 Flächen nur zu 1/2:
6 [Anionen auf den Flächen] * (1/2) = 3 [Anionen]
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1 [Anion] + 3 [Anionen] = 4 [Anionen]
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Jeder Elementarzelle
gehören 4 (grüne) Kationen:
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Die Kationen in der Zelle gehören der Elementarzelle
ganz:
4 [Kation in der Zelle] * (1/1) = 4 [Kationen]
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| Dieser Typ Elementarzelle bildet sich aus, wenn das Verhältnis
zwischen Kationen- und Anionenradius kleiner als 0,414 ist. Beispiele für
diese Kristallform sind neben ZnS auch CuCl und AgI. |
Was
sind Stoffe
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