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Unterschiedliche
Atome geben eine unterschiedliche Zahl an Elektronen ab:
Oder Atome nehmen
eine unterschiedliche Zahl an Elektronen auf:
Bei polaren bzw. kovalenten Bindungen werden die Elektronen zwar in Wirklichkeit nicht vollständig abgegeben, aber rein formal werden die Elektronen auch hier für die Ermittlung der Oxidationszahl dem elektronegativerem Element zugeschlagen. Oxidationsstufen
sagen aus, welche Oxidationszahlen ein Element überhaupt annehmen
kann.
Oxidationszahlen
werden benötigt beim Aufstellen von:
Jetzt kommen wir dazu, wie Oxidationszahlen konkret ermittelt werden...
Elemente selbst haben immer die Oxidationszahl 0. Das gilt sowohl für
Metalle als auch für elementare Moleküle, wie Na, Ca, Fe, F2,
H2, O2, N2, u.s.w.
Für die Ermittlung
von Oxidationszahlen in Verbindungen gelten die folgenden Regeln,
von denen es nur wenige Ausnahmen gibt. Am Besten, diese Regeln werden
von oben nach unten befolgt:
Nach diesen Regeln können die Oxidationszahlen aller Atome in Verbindungen bestimmt werden. Bei neutralen geladenen Verbindungen muss die Summe der Oxidationszahlen 0 ergeben. Beispiel Na2SO4, dem Natriumsulfat: Wir befolgen diese Regeln von oben nach unten:
Bei Ionen muss die Ladung noch berücksichtigt werden. Die Summe der Oxidationszahlen ist in Ionen gleich der Ladungszahl. Beispiel Cr2O72-, dem Dichromat-Ion:
Es gibt auch einen zeichnerischen Weg zur Ermittlung der Oxidationszahlen: Der zeichnerische Weg ist oftmals günstiger, da man hier ohne irgendwelche Regeln zu lernen einfach von dem EN-Wert der Elemente ausgehen kann. Die grobe Struktur muss natürlich bekannt sein. Man zeichnet die Lewis-Formel einer Verbindung. Als Beispiel wird hier jetzt eine organische Verbindung aufgeführt, Ethanol:
Zugehörige EN-Werte: H: 2,1 | C: 2,5 | O: 3,5 Der Sauerstoff als elektronegativstes Element bekommt sowohl die Elektronen des benachbarten Kohlenstoffes als auch des benachbarten Wasserstoffes zugeschlagen. Sauerstoff hat jetzt laut Lewis-Formel vier Elektronenpaare, damit [2*4=] 8 Außenelektronen. Im elementaren Zustand hat Sauerstoff nur sechs Valenzelektronen. Ermittelte Oxidationszahl: 6 (Außenelektronen elementar) - 8 (Außenelektronen in der Verbindung) = -2 Zwischen den beiden Kohlenstoffen wird das Elektronenpaar aufgeteilt. Die EN-Differenz zwischen den beiden Kohlenstoffen ist ja schließlich Null. Jedes Kohlenstoffatom bekommt also noch ein Elektron zugewiesen. Allgemein gilt:
Der linke Kohlenstoff hat jetzt formal 3 Elektronenpaare sowie ein einzelnes Elektron, damit also insgesamt [2*3+1=] 7 Außenelektronen. Ermittelte Oxidationszahl: 4 (Außenelektronen elementar) - 7 (Außenelektronen in der Verbindung) = -3 Der rechte Kohlenstoff hat jetzt formal 2 Elektronenpaare sowie ein einzelnes Elektron, damit also insgesamt [2*2+1=] 5 Außenelektronen. Ermittelte Oxidationszahl: 4 (Außenelektronen elementar) - 5 (Außenelektronen in der Verbindung) = -1 Danach werden die Elektronen der Wasserstoffe sowohl dem Kohlenstoff als auch dem Sauerstoff zugeschlagen, je nach dem, welchen Nachbarn der Wasserstoff findet. Rein formal hat der Wasserstoff jetzt keine Elektronen mehr. Ermittelte Oxidationszahl: 1 (Elektron elementar) - 0 (Elektronen in der Verbindung) = +1
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