| Chemieplanet > Reaktionen > Redoxreaktionen > Redoxtitrationen | |||||||||||||
| . |
Historischer Hintergrund Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschränkte sich die Auseinandersetzung mit der Elektrizität auf die Vorführung auf Jahrmärkten, oder in vornehmen Salons, um die Gesellschaft in Erstaunen zu versetzen. Erst im Laufe der Zeit wurde den Naturwissenschaftlern bewusst, welche Vorteile die Nutzung der Elektrizität für die Menschheit bringen konnte. Der Forscher Allesandro Graf Volta (1745-1827) war tief beeindruckt von dem Mediziner Luigi Galvani. Dieser hatte durch Zufall beim berühmten Froschschenkelversuch eine neuartige Spannungsquelle gefunden: Ein präparierter Froschschenkel zuckte jedes Mal, sobald ein Funke von der zufällig eingeschalteten Elektrisiermaschine übersprang. Galvani selbst deutete dies fälschlicherweise als "tierische Elektrizität". Volta glaubte nicht an die Existenz "tierischer Elektrizität". Nach zahllosen 'galvanischen Versuchen', konstruierte er eine Volta'sche Säule, bei der über sechzig Silber- und Zinkplatten übereinander gestapelt waren. Aufbau einer Batterie Vor der Erfindung des Generators war die Batterie die einzige zuverlässige Spannungsquelle. Mit einem sogenannten galvanischen Element (die Volta im Jahr 1800 zur Voltasäule verbessert hat) gelingt es, chemische Energie in elektrische umzuwandeln. Bei galvanischen Elementen handelt es sich um die Kombination zweier verschiedener Metalle, die mit einem Elektrolyten - Stoffe, deren wäßrige Lösung elektrisch leitend sind - verbunden werden. Zwischen den Metallen tritt eine Spannung auf:
Hinweis: Während in der Physik für die Spannung das Symbol U verwendet wird, verwendet man für die identische Größe in der Chemie oft das Symbol E. Ein
beliebtes Beispiel ist das Daniell-Element:
Das Elektrolyt ist
in diesem Falle 1 mol/l H2SO4-Lösung. Es sorgt
dafür, dass die Lösung insgesamt neutral bleibt.
Die Berechnung der Spannung aus den Normalpotentialen der elektrochemischen Spannungsreihe: Für Lösungen mit jeweils der Konzentration 1 mol/l gilt:
E(Cu/Cu2+) = +0.35 Volt
E(ges) = 0.35 Volt - (-0.76 Volt) = +1.1 Volt Die beim Volta-Element auftretende Spannung sollte demnach 1,1 Volt betragen. Die Stromstärke ist von der Oberfläche der Elektroden abhängig, d.h. eine große Oberfläche hat eine große Stromstärke zur Folge. Vor einem Jahrzehnt noch sehr gebräuchliche Zink-Kohlebatterien heißen auch Leclanché-Element. Sie sind folgendermaßen aufgebaut:
Von links nach rechts:
INFO: Chemieplanet.de ist nicht für den Inhalt externer Links verantwortlich! |
(c) 03.03.03 * http://www.chemieplanet.de/