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| . | Geschichte der
Chemie
Im Altertum standen handwerkliche Interessen im Vordergrund, die zu einem ersten Einsatz von chemischen Prozessen bereits vor mehr als 5000 Jahren führten. In diese Zeit fallen die ersten Veredlungen von Grundnahrungsmitteln (z.B. Aufkommen der Backkünste, Brauereien). Oder die Entwicklung von alltäglichen Gebrauchsgegenständen (z.B. Töpfereien) oder von Heilmitteln. Oder auch die Erzeugung von Metallen aus Erzen. So weiß man von ägyptischen Metallhandwerkern, die Kupfer durch Erhitzen des Mineralgesteins Malachit mit Holzkohle herstellen konnten. Mit der Zeit wurden diese Techniken verfeinert, was sich Gold- und Silberschmiede zunutze machten. So fand man heraus, dass Glühen von Gold mit Kohlenstaub den Schmelzpunkt des Goldes erheblich erniedrigte. Der Grund dafür ist, dass beim Glühen der Gold-Kohlenstoffverbindung mit verhältnismäßig niedrigem Siedepunkt (der sogenannte Goldcarbid) der Kohlenstoff entweicht und die zusammengelöteten Objekte schließlich aus reinem Gold bestehen. Auch Imitationen von Vergoldungen wurden bekannt. Zunächst jedoch machten sich die Menschen keine Gedanken über den Hintergrund chemischer Prozesse. Chemische Kenntnisse machten sich auch die Ägypter auch bei der Einbalmasierung zunutze. Begünstigt durch das trockene Klima in Ägypten konnten die einbalmasierten Mumien bekanntlich teilweise bis hinein in unsere Zeiten überdauern. Dabei wurden die Leichen ausgenommen, in einer Salzlake behandelt und schließlich die Oberflächen mit feinen Asphaltschichten stabilisiert.
Bereits in sehr früher Zeit machten sich Menschen anorgansche Pigmente zur Färberei zunutze. Durch archäologische Funde fand man heraus, dass eine Reihe von Substanzen zur künstlerischen Gestaltung z.B. antiker Grabmäler eingesetzt wurden, die hier nur kurz aufgelistet werden sollen: Das reicht von Kreide, Gips, Ruß über Zinnober, Malachit, Ultramarin bis hin zu einfachen Syntheseverfahren, bei denen z.B. Grünspan durch Einhängen von Kupferplatten in Essigdämpfe gewonnen wurde. Auf ägyptischen Keramiken fand sich Kobaltblau, das beim Brennen von Kobaltverbindungen und weißem Ton entsteht. Bedeutsam ist auch der Einsatz von Farbstoffen für Gewebe und Textilien:
Dabei gingen verschiedene Philosophen unterschiedliche Wege:
Die Bekämpfung anstürmender Feinde durch Brandsätze war bereits in der Antike bekannt. Besonders tückisch war der Einsatz von Mischungen aus Hobelspänen und Baumwolle, die zuvor in Erd- oder Leinöl getränkt wurden und anschließend in gebrannten Kalk gelegt wurden. Bei leichtem Regen entzündete sich diese Anordnung wie von selbst. Durch Zusatz von Salpeter konnten solche Mischungen zur Erzeugung von Stichflammen entwickelt werden. An Salpeter herrschte kein Mangel, da Kaliumnitrat in der Natur überall dort vorkommt, wo tierische Exkremente auf kalihaltigem Boden verwesen. Und diese ausgewitterten Böden gibt es reichlich zwischen Ägypten und Tibet nach der Regenzeit. Auf See spieen diese Flammen aus den 'Mäulern' metallener Fabelwesen am Bug der angreifenden byzanthinischer Schiffe; das Griechische Feuer. An Land schleuderte man mit rohem Erdöl gefüllte Tontöpfe gegen den Feind und entzündete diese durch nachgeschickte Brandpfeile. Interessante Aspekte
zu der Chemie in der Antike finden sich auch auf den folgenden Internetseiten:
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Literaturquellen:
[1] Otto Krätz - 7000 Jahre Geschichte Chemie, Nikol Verlagssgesellschaft,
Hamburg
[2] Kunststoffe Farbstoffe Waschmittel, C.C. Buchner Verlag
[3] Farbstoffe und Pigmente, Folienserie des Fonds der Chemischen Industrie