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Was ist Chemie
Elemente
Definition
der Chemie
Der Begriff der "Chemie"
kann von unterschiedlichen Gruppen anders festgelegt werden.
Zum Beispiel:
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Schüler/in: |
"Chemie ist, wo es stinkt und knallt." |
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Öffentlichkeit: |
"Chemie ist all das, was nicht natürlich ist." |
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Chemiker/in:
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"Chemie ist die Lehre von den Stoffen, deren Eigenschaften, Aufbau
und Veränderungen." |
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Historiker/in: |
"Chyma ist griechisch für Metallguss" |
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Physiker/in: |
"Chemie ist die Naturwissenschaft, die sich mit den Ursachen und Wirkungen
von Elektronenabgabe, -aufnahme, -verteilung zwischen Atomen und Molekülen
befasst." |
Damit sich alle auf
einer Basis verständigen können, ist daher eine Definition für
den Begriff Chemie notwendig. Diese Definition wurde oben bereits genannt:
"Chemie ist die Lehre von den Stoffen, deren Eigenschaften, Aufbau und
Veränderungen."
Jetzt wissen wir,
wofür der Begriff Chemie steht. Aber was fangen wir mit dieser Wissenschaft
an? Geht sie uns überhaupt etwas an?
Was
ist Chemie
Einführung.
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Chemie ist,
wo es stinkt und knallt?
|
.
Uns allen ist -
mehr oder weniger - bewusst, dass alles, was uns umgibt, mit Chemie zu
tun hat: Sei es das Wachsen, Blühen und Gedeihen der Blumen im Frühling
oder das Verwelken der Blätter im Herbst, sei es das Kochen, Backen
und Braten oder auch der Gebrauch chemischer Produkte, die uns umgeben
- vom Autoreifen bis zur Zahnpasta. Ja unser eigener Körper ist mit
ein Produkt der Chemie.
[Chemieplanet
> Alltagschemie >
Chemie
im Alltag] |
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Dennoch ist kaum
eine Naturwissenschaft so umstritten wie gerade die chemische. Zum einen
hängt dies mit dem Unverständnis der Chemie seitens großer
Teile der Bevölkerung zusammen. Dieses Unverständnis auszuräumen,
dafür wurde diese Site Chemieplanet geschaffen. Aber schließlich
ist die Chemie auch einer der jüngsten Naturwissenschaften:
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Erst mit Beginn
der vergangenen drei Jahrhunderte - gezählt im Jahr 2001 - war es
überhaupt erst möglich, die einfachen gedanklichen Fundamente
der Chemie zu bilden. Zuvor konnten die teilweise komplizierten chemischen
Sachverhalte nur mythologisch oder philosophisch gedeutet werden.
[Chemieplanet
> Geschichte
der Chemie] |
Diese negative Anschauung
hängt auch mit anderen Aspekten der Chemie zusammen, wie die Schlagworte
"vergiftete Luft", "verschmutzte Flüsse", "absterbende Flora und Fauna",
"Ozonloch", "Treibhauseffekt" deutlich machen. Von dem Einsatz chemischer
Waffen einmal ganz abgesehen. Allzu häufig wird die Chemie mit diesen
Aspekten verbunden. Auch dieses Thema wird nicht ausgelassen:
[Chemieplanet
> Alltagschemie >
Umwelt
und Chemie]
Man darf jedoch auf
der anderen Seite auch nicht vergessen, dass die Chemie auch in der Zukunft
eine der wichtigsten Branchen der Weltwirtschaft bleiben wird. Deshalb
ist es sinnvoll, sich mit der Chemie auseinanderzusetzen. Denn unser Leben
wird von der Chemie beeinflusst. In welche Richtung, das bestimmen wir.
Aber das können wir nur dann, wenn wir wirklich Bescheid wissen. Weder
übermäßige Angst noch unbegründete Wissenschaftsgläubigkeit
sind an dieser Stelle angebracht. Sondern ein Grundverständnis über
chemische Abläufe.
Was
ist Chemie
Eigenschaften
von Stoffen
|
Chemie ist
die Lehre von den Stoffen
|
Die Naturwissenschaft
Chemie ist, wie oben erklärt, folgendermaßen definiert: "Chemie
ist die Lehre von den Stoffen, deren Eigenschaften, Aufbau und Veränderungen."
Bei dieser Definition
stellt sich überhaupt erst die Frage, was ist überhaupt ein Stoff?
Der Chemiker versteht
unter dem Begriff "Stoff" die vorliegende Materie. Bei aller Materie, die
uns umgibt, unterscheidet er zwischen Reinstoff und Gemenge:
-
Reinstoffe
sind entweder Elemente oder Verbindungen, die keinerlei Beimengungen anderer
Stoffe enthalten.
-
Elemente
sind Stoffe, die durch chemische Reaktionen nicht mehr in andere Stoffe
zerlegt werden können, z.B. Gold oder Sauerstoff. Alle
Stoffe sind aus Elementen aufgebaut.
-
Verbindungen
sind Kombinationen von zwei oder mehr Elementen, wobei die Verbindungen
andere Eigenschaften haben als die Elemente, z.B. Wasser (aus Wasserstoff
und Sauerstoff zusammengesetzt). Die kleinsten Einheiten von Verbindungen
werden als
Moleküle bezeichnet.
-
Gemenge
oder Gemisch setzen sich aus mehreren unterschiedlichen Stoffgruppen zusammen,
wobei die Eigenschaften der einzelnen Gemengteilen erhalten bleiben. Die
gemischten Substanzen können - im Gegensatz zu Verbindungen - in einem
beliebigen Mischungsverhältnis stehen und meist allein durch physikalische
Methoden wieder in ihre Bestandteile zerlegt werden. Beispiel Luft:
Etwa 80 Prozent sind Stickstoff (nicht brennbar, erstickt Feuer)
und etwa 20 Prozent Sauerstoff (fördert die Brandreaktion).
Den einzelnen Teil eines Gemenges nennt man Phase,
z.B. Sand in Wasser hat zwei Phasen (eine flüssige, eine feste).
-
Lösungensind
ein besonderes Gemenge. Die meisten chemischen Reaktionen spielen sich
in Lösungen ab. Wird ein Stoff in eine Lösung gegeben, so kann
er sich entweder gleichmäßig verteilen (also sich lösen),
oder aber man enthält entweder ein Kollid, eine Suspension oder einen
Niederschlag.
-
Niederschlag
ist, wenn ein unlöslicher Stoff bei einer Reaktion entsteht. Man sagt
auch, dieser Stoff fällt aus; die Reaktion nennt man Ausfällen.
-
Suspensionen
sind kleine Feststoffteilchen in einer Lösung fein verteilt.
-
Kolloidesind
extrem kleine Teilchen in einem anderem Stoff, größer als Moleküle,
kleiner als Teilchen einer Suspension. Hier kann unterschieden werden zwischen
-
Emulsion
(Flüssigkeitsteilchen in einer anderen Flüssigkeit, z.B. Fettkügelchen
in Wasser. Ein Emulgator löst
daher auch Fettteilchen in Wasser),
-
Schaum
(Gasblasen in einer Flüssigkeit),
-
Nebel
(winzige Flüssigkeitsteilchen in Gas) und
-
Rauch
(winzige Festkörperteilchen in Gas).
Einem Stoff kann man
physikalischen
Eigenschaften zuordnen. Das sind alle Eigenschaften, die nicht direkt
zu einer chemischen Reaktion gehören.
Dabei
unterscheidet man zwischen
-
qualitativen
Eigenschaften (Eigenschaften
der Stoffe, die nicht mit Zahlenwerten erfaßbar sind, z.B. Farbe,
Geschmack, Geruch) und
-
quantitativen
Eigenschaften (Eigenschaften,
die meßbar sind und in Zahlenwerten und Einheiten angegeben werden
können, z.B. Dichte, Schmelztemperatur).
Eine wichtige Stoffeigenschaft
ist der Aggregatzustand: Materie kann
auftreten als Feststoff, Flüssigkeit, Gas; einen dieser drei Zustände
nennt man Aggregatzustand.
|
Hintergründe
zum Aggregatzustand
Aggregatzustände
werden durch die kinetische Theorie erklärt.
Danach schwingen Teilchen in Festkörpern an ihrem festen Ort. Wärmezufuhr
erhöht die Schwingung so heftig, dass es am Schmelzpunkt zur Verbandsauflösung
kommt. Aber auch in Flüssigkeiten liegen die Teilchen eng beieinander.
Weitere Wärmezufuhr führt zur Erhöhung der Geschwindigkeit
der Teilchen, so dass sie schließlich aus der Flüssigkeit ausbrechen
und frei im Raum herumfliegen können.
Bezeichnungen
für den Wechsel des Aggregatzustandes:
| Anfangszustand |
Endzustand |
Vorgang |
Produkt |
| fest |
flüssig |
Schmelzen |
Schmelze |
| fest |
gasförmig |
Sublimation |
Dampf |
| flüssig |
fest |
Erstarren |
Feststoff |
| flüssig |
gasförmig |
Verdampfung |
Dampf |
| gasförmig |
fest |
Resublimation |
Feststoff |
| gasförmig |
flüssig |
Kondensation |
Kondensat |
Der Vorgang beim
Überführen vom flüssigen in den gasförmigen Zustand
heißt allgemein Verdampfung.
Der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand unterhalb
des Siedepunktes heißt Verdunstung,
oberhalb Sieden.
Beim Sieden entsteht
auch innerhalb einer Flüssigkeit Dampf und nicht nur an der Oberfläche
wie beim Verdunsten. Druckerhöhung erhöht auch den Siedepunkt.
Weitere Begriffe:
-
Fluide
nennt man alle Stoffe die fließen können, also Flüssigkeiten
und Gase.
-
Dampf
ist ein spezieller Gaszustand, bei dem man Gas allein durch Druckerhöhung
verflüssigen kann. Oberhalb der kritischen
Temperatur ist dies nicht mehr möglich.
-
Die
Brown'sche
Molekularbewegung ist die ungeordnete Zickzackbewegung von Teilchen
einer Flüssigkeit oder eines Gases, die als Folge von Stößen
der Moleküle anzusehen ist.
-
Wegen der ständigen
Bewegung der Teilchen vermischen sich mehrere Flüssigkeiten oder Gase
auch ohne mechanische Hilfe; dieser Prozess wird als Diffusion
bezeichnet.
Mehr dazu:
[Chemieplanet
> Elemente >
Physikalische
Chemie]
|
Hier beispielsweise
die physikalischen Eigenschaften des elementaren Schwefels:
| > |
Farbe |
bei Zimmertemperatur
zitronengelb,
über 113°C
bernsteingelb,
über 200°C
dunkelbraun |
| > |
Geruch und Geschmack |
nahezu geruchslos,
geschmackslos
(Vorsicht bei Versuchen
in dieser Richtung; Geschmacksproben gehören der Vergangenheit an!) |
| > |
Festigkeit und Härte |
hart, aber ziemlich
spröde |
| > |
Dichte |
2 g/cm² |
| > |
Schmelz- und Siedetemperaturen |
bis 113°C fest
bis etwa 200°C
dünnflüssig,
bis etwa 300°C
zähflüssig,
bis etwa 445°C
wieder dünnflüssig
(dies hängt
mit den verschiedenen Zustandsformen des Schwefels zusammen, dazu mehr
unter "Kristallform")
über 445°C
gasförmig |
| > |
Aggregatzustand |
Bei Zimmertemperatur
ist der Schwefel fest.
Der
Schwefel hat eine Besonderheit: Beim Überführen vom gasförmigen
in den festen Zustand wird der flüssige übergangen. Das Sublimat
ist beim Schwefel ein feines, hellgelbes Pulver (genannt Schwefelblume).
Man nennt diesen
Vorgang, wie oben beschrieben, Resublimation. |
| > |
Kristallform |
Gelöster
Schwefel bildet Kristalle aus, im wesentlichen mit der Gestalt von Doppelpyramiden
rhombischer, d.h. rautenförmiger Grundfläche (rhombischer
Schwefel).
Er bildet sich auch
beim Gießen von leicht geschmolzenen Schwefel in kaltes Wasser.
Stärker geschmolzener
Schwefel, d.h. aus einer Schmelze in kaltes Wasser gegossener Schwefel
bildet nadelförmige Kristalle, die sich nach und nach in den rhombischen
umwandeln.
Wird
stark erhitzter Schwefel (über 300°C) in kaltes Wasser gegossen,
so bilden sich keine Kristalle, sondern es bildet sich eine braune, gummiartige
Masse. Dieser Schwefel ist plastisch oder amorph.
Die
Fähigkeit eines Elements, in verschiedenen Modifikationen,
Erscheinungsformen oder Zustandsformen, aufzutreten, wird auch Allotropie
genannt. Bei Verbindungen, die auch in unterschiedlichen Modifikationen
auftreten können, spricht man statt von Allotropie von Polymorphie.
Die Kristallstruktur auf atomarer Ebene unterscheidet sich bei verschiedenen
Modifikationen. |
| > |
elektrische Leitfähigkeit |
nicht leitfähig |
| > |
Löslichkeit,
z.B. in Wasser |
nicht wasserlöslich |
Mehr zu verschiedenen
Stoffen und Stoffeigenschaften auf dem Chemieplaneten unter:
[Chemieplanet
> Stoffe >
Was
sind Stoffe]
Was
ist Chemie
Einige
chemische Grundlagen
|
Chemische
Reaktionen
|
Die Chemie beschäftigt
sich hauptsächlich mit chemischen Eigenschaften und Reaktionen von
Stoffen.
Bei
einer chemischen Reaktion wandeln sich zwei oder mehr Reakanten,
auch Edukte genannt, in ein oder mehrere
Produkte
um, wobei die chemischen Eigenschaften der Produkte sich von denen der
Edukte unterscheiden.
Beispiel:
Schwefel
und
Metalle
ergeben nach Erhitzen in einer chemischen Reaktion völlig neue Verbindungen,
die
Sulfide.
Hellrotes
Kupfer
und gelblicher Schwefel ergeben unter
Wärmeentwicklung blauschwarzes
Kupfersulfid.
Sulfide und
Salzsäure
wiederum ergibt ein sehr intensiv nach faulen Eiern riechendes giftiges
Gas, das sich geräuschlos entzünden läßt und Schwefelwasserstoff
genannt wird.
Hier sind Kupfer
und Schwefel eine völlig neue Verbindung eingegangen. Diese
Verbindung reagiert mit Salzsäure zu Schwefelwasserstoff.
Ein
Gemisch
aus Kupfer und Schwefel hingegen, in Salzsäure gegeben, ergibt
ein farb- und geruchsloses Gas, das sich mit einem leichten Knall entzünden
läßt (Knallgasprobe). Hier läuft eine ganz andere chemische
Reaktion ab. Es entwickelt sich reiner Wasserstoff, der aus
der Salzsäure stammt.
Knallgasproben
weisen reinen Wasserstoff nach. Bei der Knallgasprobe verbinden
sich Wasserstoff und Sauerstoff aus der Luft explosionsartig
zu Wasser.
Salzsäure
ist eine Reagenz, d.h. ein Stoff, den
man zum Auslösen einer chemischen Reaktion benötigt. Hier zur
Entwicklung von Schwefelwasserstoff, bzw. reinen Wasserstoff.
Jetzt wollen wir
weiter in die Welt der Chemie einsteigen:
[Chemieplanet
> Elemente >
Was
sind Atome]
[Chemieplanet
> Stoffe >
Was
sind Stoffe]
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Allgemeine
Chemie]
-
Weiterführende
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