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Im
Jahr 1938 gelingt es zum ersten Mal, Urankerne durch Beschuß
mit langsamen Neutronen zu spalten.
Die Vorarbeit dazu stammt von Lise Meitner, ausgeführt wurde das Experiment von Otto Hahn und Fritz Strassmann. Diese wollten eigentlich Atomkerne durch Neutronenbeschuß schwerer machen, stellten aber fest, dass er zerbarst. Trifft ein langsames Neutron auf einen Urankern, so zerplatzt dieser in zwei Teile, und zwar in einen Krypton und einen Bariumkern, dazu emittieren noch drei schnelle Neutronen: U-235 + 1 Neutron -> Kr-89 + Ba-144 + 3 Neutronen + Energie Wenn sich der Kern eines schweren Atoms z.B. bei Uran spaltet, oder wenn zwei leichte Atomkerne verschmelzen, dann werden extrem große Mengen an Energie frei. Um diese Energie zu gewinnen, müssen diese Prozesse langsam ablaufen und kontrollierbar sein. Beide Arten von Kernprozessen (Kernspaltung und Kernfusion) laufen bei Atombomben im wahrsten Sinne des Wortes explosionsartig ab. Dazu auch weiteres
im Kapitel
Der
Beginn des AtomzeitaltersDas Atomzeitalter,
die Nutzung von Kernenergie als Energiequelle und als Waffe, begann mit
der ersten atomaren Kettenreaktion. Diese wurde in der Turnhalle der Universität
Chicago am 2.12.1942 von Enrico Fermi ausgelöst. Anstelle von Tod
und Zerstörung wurde sie zur Herstellung von Wärmeenergie genutzt.
Enrico
Fermi war Atom- und Teilchenphysiker, der als brillanter Theoretiker
und Mathematiker, sowie als hervorragender Experimentator beschrieben wird.
Geboren 1901 in Rom wurde er zunächst Professor in Rom und Florenz,
1939 ging er in die Vereinigten Staaten (erst nach New York, dann nach
Chicago). Bereits 1934 beschoss er Uran mit den gerade entdeckten Neutronen
und stellte als erster überschwere Elemente her, die sogenannten Transurane
(trans uran lat.: jenseits von Uran). Für diese Arbeit erhielt
er auch einen Nobelpreis. Ebenfalls 1934 entwickelte er die Theorie des
radioaktiven Betazerfalls, was ihm ebenfalls große Ehre zuteil werden
ließ, d.h. man bezeichnete diese Arbeit als hervorragend.
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