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. Was ist Radioaktivität


Die Kernspaltung
 
Was ist Radioaktivität



Kern eines Lithiumatoms Die erste Spaltung von Atomkernen

Im Jahr 1938 gelingt es zum ersten Mal, Urankerne durch Beschuß mit langsamen Neutronen zu spalten.
Der Arbeitstisch Otto Hahns steht heute im Deutschen Museum in München.

Die Vorarbeit dazu stammt von Lise Meitner, ausgeführt wurde das Experiment von Otto Hahn und Fritz Strassmann. Diese wollten eigentlich Atomkerne durch Neutronenbeschuß schwerer machen, stellten aber fest, dass er zerbarst.

Trifft ein langsames Neutron auf einen Urankern, so zerplatzt dieser in zwei Teile, und zwar in einen Krypton und einen Bariumkern, dazu emittieren noch drei schnelle Neutronen:

U-235 + 1 Neutron -> Kr-89 + Ba-144 + 3 Neutronen + Energie

Wenn sich der Kern eines schweren Atoms z.B. bei Uran spaltet, oder wenn zwei leichte Atomkerne verschmelzen, dann werden extrem große Mengen an Energie frei. Um diese Energie zu gewinnen, müssen diese Prozesse langsam ablaufen und kontrollierbar sein. Beide Arten von Kernprozessen (Kernspaltung und Kernfusion) laufen bei Atombomben im wahrsten Sinne des Wortes explosionsartig ab.

Dazu auch weiteres im Kapitel
Kernkraftwerk und Atombombe



Der Beginn des Atomzeitalters

Das Atomzeitalter, die Nutzung von Kernenergie als Energiequelle und als Waffe, begann mit der ersten atomaren Kettenreaktion. Diese wurde in der Turnhalle der Universität Chicago am 2.12.1942 von Enrico Fermi ausgelöst. Anstelle von Tod und Zerstörung wurde sie zur Herstellung von Wärmeenergie genutzt.
Die Tatsache, dass bei diesem Vorgang sehr viel Energie freigesetzt wird, nutzt man heute bei der Energiegewinnung durch Kernkraftwerke. Zur Energiegewinnung steht bisher nur die Spaltung zur Verfügung, die Fusion, die viel ergiebiger und umweltfreundlicher wäre (denn man arbeitet hierbei nicht unmittelbar mit Radioaktivität), ist noch nicht soweit erforscht, um  sie zur Gewinnung von Energie nutzen zu können.

Enrico Fermi war Atom- und Teilchenphysiker, der als brillanter Theoretiker und Mathematiker, sowie als hervorragender Experimentator beschrieben wird. Geboren 1901 in Rom wurde er zunächst Professor in Rom und Florenz, 1939 ging er in die Vereinigten Staaten (erst nach New York, dann nach Chicago). Bereits 1934 beschoss er Uran mit den gerade entdeckten Neutronen und stellte als erster überschwere Elemente her, die sogenannten Transurane (trans uran lat.: jenseits von Uran). Für diese Arbeit erhielt er auch einen Nobelpreis. Ebenfalls 1934 entwickelte er die Theorie des radioaktiven Betazerfalls, was ihm ebenfalls große Ehre zuteil werden ließ, d.h. man bezeichnete diese Arbeit als hervorragend.
In Chicago setzte er dann 1942 die erste Kernspaltungs-Kettenreaktion in Gang. Er starb bereits 1954, ebenfalls in Chicago.

Chemie des Atomkerns

Was ist Radioaktivität

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