Organische Chemie

Zur organischen Chemie kann man auch Organik sagen. Hierbei werden die chemischen Verbindungen des Kohlenstoffatoms untersucht. Das Kohlenstoffatom hat eine große Bindungsfähigkeit. Dies wiederum ermöglicht eine Vielzahl von unterschiedlichen Bindungen zu anderen Atomen. Die große Bindungsfähigkeit des Kohlenstoffatoms ermöglicht eine Vielzahl von unterschiedlichen Bindungen zu anderen Atomen.

 

Organische Stoffe

Viele organische Stoffe finden im Gegensatz zu anorganischen Stoffen bei Raumtemperatur statt. Anorganische Stoffe lassen sich von Temperatureinflüssen nicht beeinflussen.Dadurch das das Kohlenstoffatom bindungsfähig ist, entsteht eine Vielzahl an Naturstoffen.

Wasserstoff, Kohlenstoff, Halogene und Sauerstoff sind in organischen Molekülen enthalten. Die Einzelmoleküle unterscheiden sich sehr in ihrer Art. Diese Unterschiede sind vor allem auf die chemische Struktur aber auch auf die funktionellen Gruppen zurückzuführen. Damit Chemiker Gesetzmäßigkeiten von chemischen Reagenzien auf bestimmte funktionelle Gruppen und Stoffgruppen herausfinden können werden Säuren, Basen, anorganische aber auch organische Stoffe untersucht.

Aus der Kenntnis der Vielzahl von Gesetzmäßigkeiten kann ein organischer Chemiker eigenständig Synthesen von organischen Naturstoffen (z.B. Zucker, Peptide, Naturfarbstoffe, Vitamine) planen oder in der Natur unbekannte organische Stoffe (Kunststoffe, Ionenaustauscher, Medikamente, Pflanzenschutzmittel, Kunstfasern für Kleidungsstücke) synthetisieren, die den Wohlstand einer Gesellschaft erheblich beeinflussen. Die organische Chemie hat seit über einem Jahrhundert sehr viel Einfluss auf Gesundheit und Konsumgütern. In Deutschland un den USA haben ein Großteil der Chemiker das Schwerpunktfach Organische Chemie gewählt.

Die Organik umfasst überlichweise die Chemie aller Verbindungen welche wasserstoffhaltig sind, die der Kohlenstoff mit sich selbst und anderen Elementen eingeht. Dazu zählen auch alle Bausteine welche im derzeitigen Leben bekannt sind. Es sind etwa 19 Millionen organische Verbindungen bekannt. Die elementaren Formen des Kohlenstoffs zählen zu den Ausnahmen. Dazu gehört Graphit und Diamant.

An der Grenze zur organischen und anorganischen Chemie gehört die Blausäure. Die Blausäure wird als Nitril der Aminosäure aufgefasst. Dennoch zählt sie vom traditionellen Standpunkt her zur anorganischen Chemie. Nitril ist übrigens nichts anderes als eine organische Stoffgruppe. Die Cyanide werden in der Anorganik behandelt, wobei hier nur die Salze der Blausäure gemeint sind, wohingegen die unter selbigem Namen bekannten Ester als Nitrile zur Organik gehören. Auch die Cyansauerstoffsäuren, Thiocyansäuren und deren Ester gelten als Grenzfälle. Weiter ist die metallorganische Chemie (Metallorganyle) nicht konkret der organischen oder anorganischen Chemie zuzuordnen.