Chemische Elemente
Definiert wird ein chemisches Element als Atomarten mit derselben Kernladungszahl (Ordnungszahl). Die – uns bekannten – 118 chemischen Elemente werden durch ein Elementsymbol bezeichnet, das eine Abkürzung des lateinischen Namens darstellt.
Im Gegensatz zu der lange Zeit geltenden Vier-Elemente-Lehre (Feuer, Wasser, Luft und Erde), definierte Robert Boyle 1661 ein chemisches Element als einen Reinstoff, der mit chemischen Methoden nicht weiter zerlegt werden kann
Der Lehrsatz Robert Boyles (1627-1691), wonach alle Stoffe aus chemische Elemente aufgebaut sind, setzte sich um 1735 allmählich durch und bereitete den Weg zu einer „modernen“ Chemiewissenschaft. Eine Reihe von Entdeckungen chemischer Grundstoffe häuften sich in jener Zeit; 1730 wurden Erläuterungen zur Darstellung des Äthers verfasst, 1733 der Kobalt, 1738 das Platin und 1739 der Wismut entdeckt. Sie heben die damals geltenden naturwissenschaftlichen Vorstellungen der Alchemie und Iatrochemie aus den Angeln und ebnen – trotz der weit verbreiteten, hartnäckig sich haltenden und erst 1789 von Antoine Laurent Lavoisier (1743-1794) widerlegten Phlogistontheorie – den Weg zu unserem modernen naturwissenschaftlichen Verständnis von Chemie und dessen Erfolgsgeschichte.

